15.10.2016

S04 mit leeren Händen in Wolfenbüttel

Am vierten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB führte die Reise des S04 nach Niedersachsen zu den Herzögen Wolfenbüttel. Auf die Mannschaft von Coach Raphael Wilder wartete ein Team, welches genauso durchwachsen in die Saison gestartet ist wie der S04. In einem umkämpften Match hatten die Königsblauen am Ende mit 83:71 das Nachsehen.

Wie sich bereits angekündigt hatte, musste der S04 beim Auswärtsspiel in Wolfenbüttel neben Jonas Peters auch auf Center Daniel Boahene verzichten, der sich weiterhin mit hartnäckigen Rückenschmerzen herumplagte, welche einen Einsatz unmöglich machten. Dafür konnte Coach Raphael Wilder auf Michael Agyapong zurückgreifen, der zuletzt wegen einer hartnäckigen Erkältung im Training pausieren musste. Als Ergänzung stand zum ersten Mal in dieser Saison der erst 17-jährige Lutz Walhöfer im Kader des S04 und konnte sich in elf Minuten auf dem Feld beweisen.

Das Spiel des S04 begann verhalten. Nach einer 5:0-Führung durch einen schnellen Dreier von Marco Buljevic und einem Korbleger von Courtney Belger legten die Herzöge einen 15:0-Lauf auf das Parkett, der den S04 ins Hintertreffen geraten ließ. Belger brachte die Schalker anschließend durch vier schnelle Punkte wieder zurück, aber einfach Turnover und treffsichere Gastgeber führten dazu, dass sich die Herzöge bis zum Ende des ersten Viertels auf 26:15 absetzen konnten. „Nach den ersten beiden Minuten haben wir trotz Auszeit und Spielerwechsel haben wir Wolfenbüttel nicht stoppen können und speziell gegen Jörn Wessels kein Mittel finden können. Dieser schlechte Start hat uns am Ende schon das Spiel gekostet“, hielt Coach Wilder über den Fehlstart in die Partie fest.

Im zweiten Viertel fanden die Königsblauen nun richtig in die Partie. Nikita Khartchenkov drehte mit neun Punkten auf für den S04 und trug dazu bei, dass die Knappen nach einem 15:30-Rückstand wieder verkürzen konnten. Jedoch fehlte Center Daniel Boahene den Knappen nicht nur in der Offense, sondern auch merklich in der Defensive, da die Center Lars Lagerpusch, Jörn Wessels und Khalil Kelley der Wolfenbütteler in dieser Phase des Spiels defensiv durch die Knappen nicht zu stoppen waren. Die Knappen verkürzten zwar den Rückstand, mussten aber immer noch einen 34:42-Halbzeitstand hinnehmen. „Ab dem zweiten Viertel war das Spiel ausgeglichen und auf Augenhöhe. Wir haben in der Defensive aber immer noch nicht die Stopps setzen können, die wir uns vorgenommen haben“, so Coach Wilder.

S04 kämpft bis zum Schluss

Nach der Pause spielten zuerst nur die Gastgeber aus Wolfenbüttel. Guard Constantin Ebert unterstrich mit neun Punkten im dritten Viertel seine starke Leistung und die Schalker fanden defensiv kein Mittel gegen den pfeilschnellen Guard. Beim Stand von 41:60 für die Herzöge wachten die Knappen nach der Halbzeit auf und verkürzten innerhalb kurzer Zeit durch einen 10:0-Run, bei dem Courtney Belger und Patrick Carney jeweils einen schnellen Dreier einnetzte auf 51:60. Bis zum Viertelende konnten die Knappen diesen Neun-Punkte-Rückstand beim Stand von 54:63 halten. „Wir haben nach dem 19-Punkte-Rückstand wieder ins Spiel gefunden und uns zurückgekämpft und das Spiel an uns gerissen, sodass wir lediglich mit einem 9-Punke-Rückstand ins Schlussviertel gehen konnten“, sprach Coach Wilder im Anschluss die Kampfesleistung seiner Mannschaft an.

Die Punkteverteilung in Wolfenbüttel:

Courtney Belger 26, Patrick Carney 14, Nikita Khartchenkov 9, Trent Weaver 8, Michael Agyapong 6, Marco Buljevic 6, Lennart Weichsel 2, Dorian McDaniel, Thomas Szewczyk, Lutz Walhöfer

Es dauerte zwei Minuten im entscheidenden Schlussviertel bis die Königsblauen den Rückstand auf 58:63 verkürzen konnten und wieder in Schlagdistanz zu den Herzögen waren. Doch dann kassierte erst Center Michael Agyapong sein fünftes Foul und zudem musste auch noch der starke Courtney Belger mit einem Cut unter dem Auge von Therapeut Holger Just behandelt werden. Die Schalker verloren dadurch ihren Rhythmus und ließen einfach Punkte liegen, welche das Spiel noch einmal spannend gemacht hätten. Sie kamen aber noch einmal auf 71:75 eine Minute vor Schluss heran und hatten erneut die Chance, das Spiel zu drehen. Nun schlichen sich aber erneut Fehler in das Spiel des S04 ein, die ihnen die Chance zur Wende nahmen. Am Ende mussten die Knappen mit 83:71 die bereits dritte Saisonniederlage im vierten Spiel hinnehmen. „Wir haben gut begonnen und waren wieder auf Schlagdistanz und haben uns durch einfache Turnover in der Offensive das Leben schwer gemacht. Zudem haben wir dann Michael Agyapong durch das fünfte Foul und Courtney vorübergehend mit einem Cut unter dem Auge verloren. Das hat uns aus dem Spiel gebracht, sodass Wolfenbüttel auf 10 Punkte davonziehen konnte. Somit war das Spiel gelaufen. Die letzten 60 Sekunden haben wir mit 7:0 durch Freiwürfe verloren“, hielt Coach Wilder fest.

„Es war heute in Wolfenbüttel eine sehr enttäuschende Niederlage für uns und ohne die Leistung von Wolfenbüttel schmälern zu wollen, haben wir heute das Spiel selbst verloren. Zu viele Turnover haben uns das Leben schwer gemacht und wenn dazu noch eine unterdurchschnittliche Zweierquote kommt, kann man solch ein Spiel nur sehr schwer gewinnen. Zudem haben unsere gestandenen deutschen Spieler heute nicht ihre Leistung abgerufen. Solch eine schwache Leistung und die fehlenden Impulse können wir uns nicht erlauben. Ich erwarte hier eine deutliche Steigerung zum kommenden Spiel. Rookie Lutz Walhöfer hat im Rahmen seiner Möglichkeiten Daniel Boahene exzellent ersetzt und die für ihn schwierige Situation sehr gut gelöst“, resümierte Coach Raphael Wilder abschließend zur Partie.

Nächste Termine / Kalender

Sa., 23.09. 19.30 Uhr Itzehoe Eagles vs. FC Schalke 04
So., 01.10. 16.00 Uhr FC Schalke 04 - VfL SparkassenStars Bochum
Sa., 07.10. 19.00 Uhr Baskets Akademie - FC Schalke 04
Sa., 14.10. 19.30 Uhr FC Schalke 04 - LOK Bernau
Sa., 21.10. 19.30 Uhr FC Schalke 04 - ETB Wohnbau Baskets Essen