11.12.2016

Niederlage im Rückspiel gegen Stahnsdorf

Zum Auftakt der Rückrunde der 2. Basketball-Bundesliga ProB mussten die Basketballer des FC Schalke 04 am Samstagabend nach dem Sieg in der Vorwoche beim RSV Eintracht Stahnsdorf im direkten Rückspiel eine 78:89-Niederlage hinnehmen. Coach Raphael Wilder bemängelte im Anschluss die schlechte Leistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit der Partie.

Gleich zu Beginn war an diesem Abend in der Halle an der Mühlbachstraße zu merken, dass die Partie unter anderen Vorzeichen als noch in der Vorwoche geführt wurde. Die Gäste aus dem Berliner Umland starteten aggressiv und bissig gegen die Knappen, welche sich von der Performance beeindruckt zeigten und nur selten zu dem eigenen Spiel fanden. Während der RSV mit einer guten Trefferquote aus dem Feld überzeugte, fanden die Würfe der Königsblauen nur selten den Weg in die Reuse. „Wir waren von Beginn an mental nicht im Spiel. Zudem haben wir physisch nicht gegen die aggressiv spielenden Gäste mitgehalten, sodass wir im ersten Viertel gleich einem hohen Rückstand hinterherlaufen mussten“, so S04-Coach Raphael Wilder über das erste Viertel gegen Stahnsdorf.

Mit Frust im Bauch nach dem ersten Viertel waren die Schalker gewillt, in das Spiel zurück zu kommen. Doch nach den ersten zwei Viertelpunkten durch Trent Weaver spielte erneut vorerst nur der Gast aus Stahnsdorf. Mit einem 6:0-Lauf zogen die Gäste wieder das Momentum auf ihre Seite und konnten mit einer 26:47-Führung in die Halbzeitpause gehen. „Die komplette erste Halbzeit ist aus unserer Sicht katastrophal Verlaufen. Wir wurden stellenweise in eigener Halle vorgeführt und waren offensiv wie defensiv absolut nicht präsent. Meine Auszeiten haben keine Wirkung gezeigt und auch unsere verschiedenen Defensivvarianten und unsere Rotation blieben absolut erfolglos. Wir selbst haben Stahnsdorf in einen Lauf gebracht und konnten sie nicht mehr stoppen. Die Kabinenansprache ist daraufhin sehr kurz ausgefallen, denn es ging lediglich darum, dass wir endlich Mut, Charakter und Ehre beweisen und kämpfen müssen um nicht in eigener Halle vollkommen unter die Räder zu kommen. Das waren wir einfach unseren Fans und uns selbst schuldig“, hielt Coach Wilder sichtlich angefressen fest.

Kämpferische Aufholjagd nach der Halbzeitpause blieb unbelohnt

Nach der Pause zeigte die Ansprache des Coaches vorerst noch keine Wirkung. Die Gäste aus Stahnsdorf starteten mit einem 8:2-Lauf in das dritte Viertel und führten nach 23 Minuten mit 55:28, doch dann kamen die Knappen endlich besser in die Begegnung. Allen voran Courtney Belger und Trent Weaver setzten nun in der Offensive Akzente für die Blau-Weißen. Bis zum Viertelende betrug das Ergebnis aus Sicht des S04 49:65. „Nach der 27-Punkte-Führung für Stahnsdorf sind wir endlich aufgestanden und haben uns in die Partie gekämpft. Das dritte Viertel haben wir mit fünf Punkten gewonnen und konnten erstmals Struktur in unser Spiel bringen“, so Wilder über den Beginn der Aufholjagd.

Im letzten Viertel ging der Run der Schalker weiter. Die Gäste, die wegen ihrer aggressiven Spielweise mit einer hohen Foulbelastung zu kämpfen hatten, mussten in der Defensive einen Gang zurückschalten und ermöglichten so den Schalkern bis zur 36. Spielminute das Spiel auf 62:69 zu verkürzen. Die Lautstärke in der Halle erreichte auf den Rängen ihren Höhepunkt und das Team von Coach Wilder kämpfte nun verbissen um jeden Ball. Doch die Gäste konnten sich im letzten Moment noch einmal fangen und fanden in Antoine Myers und Joshua Smith ihre Retter in der Not, welche das Punktekonto der Stahnsdorfer aufbesserten. Am Ende mussten die Knappen ihrem hohen Tempo in der zweiten Halbzeit Tribut zollen und konnten den Rückstand nicht weiter verringern. Die Partie endete mit 78:89 für die Gäste aus Stahnsdorf, welche sich mit diesem Ergebnis auch den direkten Vergleich gegen die Königsblauen holten. „Wir haben noch einmal richtig gekämpft im letzten Viertel. Es ging uns vorrangig um den direkten Vergleich, welcher bei Punktgleichheit am Ende der regulären Saison von Vorteil ist. Die Mannschaft hat Moral gezeigt und innerhalb kürzester Zeit den 27-Punkte-Rückstand verringert, doch dies hat uns zu viel Kraft gekostet und so fehlten die letzten Körner um die Aufholjagd zu krönen“, so Wilder über das letzte Viertel.

Die Punkteverteilung gegen Stahnsdorf:

Courtney Belger 26, Trent Weaver 13, Thomas Szewczyk 12, Patrick Carney 8, Nikita Khartchenkov 6, Dorian McDaniel 5, Marco Buljevic 4, Daniel Boahene 4

„Diese Niederlage gegen Stahnsdorf ist absolut verdient, da ihre drei Amerikaner uns über weite Strecken des Spiels dominiert haben und wir dem nichts entgegen setzten konnten. Es ist nun doppelt ärgerlich für uns, da wir nicht nur die zwei Punkte sondern auch den direkten Vergleich haben liegen lassen und nun bei gleicher Punktzahl in der Tabelle hinter Stahnsdorf geführt werden. Ich hatte den Eindruck, dass wir zu Beginn des Spiels diese Partie nach drei Siegen in Folge trotz aller Warnungen in der Vorwoche zu sehr auf die leichte Schulter genommen haben. Das darf uns in dieser Liga nicht noch einmal passieren! Jetzt müssen wir auf das letzte Spiel des Jahres 2016 am kommenden Sonntag in Wedel schauen um mit einem Erfolgserlebnis in die Weihnachtspause zu gehen“, resümierte Wilder abschließend.

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