05.05.2017

Neue Ausländerregelung in der ProB ab 2017/18

Die 2. Basketball-Bundesliga ProB wird ab der kommenden Spielzeit 2017/18 die Ausländerregelung reformieren. Der Beschluss der Mitgliederversammlung vom 25.03.2017 in Gießen wurde inzwischen von der Gesellschafterversammlung bestätigt und so wurde der Weg frei für eine neue Regelung zur kommenden Saison.

Bisher gab es in der ProB die Regelung, dass mindestens drei deutsche Spieler zu jedem Zeitpunkt des Spiels auf dem Feld eingesetzt werden mussten. Ab der kommenden Saison fällt diese „Deutschen-Regelung“ weg und es müssen fortan jederzeit drei „Local Player“ auf dem Feld stehen. Zusätzlich dürfen dann in einem Spiel maximal zwei Nicht-EU Ausländer eingesetzt werden. Ab der Saison 2018/2019 wird dann der Anteil der Nicht-EU Ausländer auf einen Spot im Kader reduziert.

Damit ein Spieler den Status des „Local Players“ erhält, muss mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt sein:  

  • Der Spieler hat mindestens für eine volle Spielzeit und vor Erreichung der Altersklasse U15 eine Spielberechtigung für einen Verein erworben, der während dieser Zeit dem DBB angehörte, und in dieser Zeit aktiv am Spielbetrieb des DBB oder seiner Gebietsgliederungen (Landesverband, Kreis) teilgenommen.
  • Der Spieler hat mindestens für eine volle Spielzeit und vor Erreichung der Altersklasse U15 eine Lizenz oder Spielberechtigung bei einem Verband erworben, der dem DOSB angehört. Der Spieler muss in dieser Spielzeit aktiv am Spielbetrieb oder Wettbewerben des Verbandes teilgenommen haben.
  • Der Spieler hat von der Altersklasse U15 bis einschließlich der Altersklasse U19 mindestens drei volle Spielzeiten eine Spielberechtigung für einen oder mehrere Vereine erworben, der/die während dieser Zeit dem DBB angehörte(n), und in dieser Zeit aktiv am Spielbetrieb des DBB oder seiner Gebietsgliederungen (Landesverband, Kreis) teilgenommen.

Eine Überarbeitung der Ausländerregelung in der 2. Basketball-Bundesliga ProB ist notwendig geworden, da die Wiha Panthers Schwenningen aus der 1. Regionalliga Südwest nach dem sportlichen Aufstieg bereits angekündigt haben, gegen die bestehende Ausländerregelung in der ProB juristisch vorgehen zu wollen, da diese in ihren Augen gegen geltendes EU-Recht verstoße.

„Ich bin zuversichtlich, dass die Mitgliederversammlung mit der nun beschlossenen und umgesetzten Ausländerregelung für die ProB eine einvernehmliche Regelung gefunden hat, welche es uns erlaubt, leistungsorientierten Basketball zu spielen und gleichzeitig den Ausbildungsgedanken junger deutscher Talente nicht außer Acht lässt. Nun haben alle Verein Planungssicherheit und wir können mit der Teamzusammenstellung fortfahren“, äußert sich Vorstand Marketing und Leiter ProB der S04 Basketballer Tobias Steinert positiv zur nun geltenden Regelung.