08.10.2017

S04 siegt im fulminanten Schlussspurt in Oldenburg

Am 3. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB führte die Reise der Basketballer des FC Schalke 04 nach Oldenburg zur dortigen Baskets Akademie Weser-Ems. Beim Farmteam des easyCredit Basketball Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg entwickelte sich eine packende Partie, welche die Königsblauen durch einen 13:0-Run in der finalen Phase mit 78:74 gewinnen konnten.

Im Vorfeld der Partie stand bereits fest, dass Center Salman Manzur aufgrund einer Fraktur des Hüftknochens weiterhin ausfiel und auch Guard Thomas Szewczyk aufgrund zweier im Training ausgeschlagener Zähne passen musste. Eine Schiene zum Schutz der wieder eingesetzten Zähne wird erst zu Beginn der kommenden Woche angefertigt.

S04-Coach Raphael Wilder vertraute zu Beginn auf seine bewährte Starting Five um Courtney Belger, Leon Friederici, Shawn Gulley, Timo Volk und RJ Slawson. Diese Fünf kam zu Beginn nur schwer in die Partie und musste mitansehen, wie die Baskets Akademie direkt mit 0:5 in Führung ging. Dann aber übernahmen Shawn Gulley und Leon Friederici auf Seiten des S04 Verantwortung und brachten die Knappen wieder zurück ins Spiel. In der Defense allerdings hatten die Königsblauen ihre Schwierigkeiten Center Marcel Keßen zu stoppen und so brachte er seine Farben mit 23:21 zum Ende des Auftaktviertels in Führung.

Im zweiten Abschnitt begann die starke Zeit des Niclas Sperber. Der S04-Forward erzielte in diesem Abschnitt sieben Zähler und trug dazu bei, dass die Schalker das Spiel nach vier Minuten im zweiten Abschnitt zu ihren Gunsten drehen konnten. Die Oldenburger ließen sich hiervon allerdings wenig beeindrucken und hielten durch ihre Center-Garde um Till Isemann und Marcel Keßen dagegen. Die beiden Big-Men der Baskets Akademie erzielten bis zur Halbzeit bereits 24 Punkte. Zur Halbzeit konnten die Schalker das Spiel zum 37:37-Halbzeitstand ausgeglichen gestalten. „Wir sind schwer in die Partie gekommen in der ersten Hälfte, ähnlich wie zuletzt gegen Bochum. Ich hatte das Gefühl, dass wir keinen freien Kopf hatten. Unsere Quoten waren schlecht, aber wir konnten uns über den Kampfgeist in die Partie bringen und haben einen ausgeglichenen Halbzeitstand erringen können“, so S04-Coach Wilder.

13:0-Run bringt den Sieg in den letzten drei Minuten der Partie

Nach der Halbzeit erwischten die Gastgeber den besseren Start in die Hälfte der Partie. Durch einen 7:0-Run über Hujic, Keßen und Wolraht konnten sie sich nach vier Minuten nach Wiederanpfiff auf 47:41 absetzen, ehe Shawn Gulley aus der Distanz den Anschluss wiederherstellen konnte. Dennoch hatte die Mannschaft von Coach Arthur Gacaev das Momentum im dritten Viertel auf seiner Seite und konnte sich bis zum Viertelende auf 60:52 absetzen.

Im Schlussabschnitt legten die Schalker dann gut los und konnten über Courtney Belger und Niclas Sperber den Spielstand verkürzen, doch in der Folgezeit leisteten sie sich dann Fehler im Spielaufbau und trafen schlechte Entscheidungen in der Offensive. Dies führte dazu, dass sich Oldenburg im Laufe des Viertels bei noch drei ausstehenden Spielminuten auf 74:65 absetzen konnte. „Ich habe lange gewartet, bis ich unsere Verteidigung auf die Zonenverteidigung umgestellt habe, aber wir brauchten einen Impuls. Dadurch begann das Spiel letztendlich zu unseren Gunsten zu kippen, weil Oldenburg keine Lösung für unsere Defense hatte“, so Wilder.

Der nachfolgende Korbleger von S04-Leitwolf Shawn Gulley läutete dann den Endspurt der Königsblauen ein. Plötzlich spürten die Schalker, dass das Spiel noch nicht entschieden war und steigerten die Intensität und den Kampf in der Defense. Zwei Freiwürfe von Courtney Belger und ein Zweier von Shawn Gulley ließen den Rückstand auf 71:74 schrumpfen. Die nun gute Defense brachte den Ballbesitz in der nächsten Spielsituation und US-Guard Courtney Belger schloss den anschließenden Fastbreak erfolgreich zum 73:74 bei noch 47 Sekunden auf der Anzeigetafel ab.

Nach weiteren guten kämpferischen Aktionen in der Verteidigung stealten die Schalker dem Doppellizenzspieler Harris Hujic den Ball und RJ Slawson stopfte den Ball per Tip-In-Dunk zur 75:74-Führung in die Reuse der Baskets Akademie. Unter dem tosenden Jubel der königsblauen Begleitung behielten Lennart Weichsel und Patrick Carney im Anschluss die Nerven an der Freiwurflinie und vollendeten einen 13:0-Lauf in den letzten drei Spielminuten zum 78:74-Auswärtssieg in Oldenburg. „Wir haben das Spiel über unsere Defense an uns gerissen und man konnte merken, wie die Körpersprache zurückkehrt und das Selbstvertrauen wieder anwuchs. Dadurch haben wir am Ende mit einem starken Lauf das Spiel gewinnen können. Solch ein erkämpfter Sieg macht mich stolz auf mein Team“, hielt Coach Wilder über die Schlussphase fest.

Wilder und Steinert sind stolz auf das Team

„Oldenburg war heute der erwartet schwere Gegner. Obwohl sich unsere drei Importspieler heute sehr schwer auf dem Feld getan haben und in meinen Augen, heute nicht die beste Performance abgeliefert haben, haben wir es als Team geschafft, heute den dritten Saisonsieg einzufahren. Jeder Spieler im Team hatte heute seinen Anteil daran. Besonders Lennart Weichsel mit seiner Energie, Niclas Sperber, der ein gutes Spiel abgeliefert hat und Jonas Peters, der heute seine Backup-Rolle sehr gut ausgefüllt hat, möchte ich hier hervorheben. Solche Siege, mit solch einem seltenen Spielverlauf, geben uns als Team noch mehr Selbstvertrauen und ich freue mich jetzt auf ein Spitzenspiel gegen Bernau am kommenden Wochenende und hoffe, dass die Halle aus allen Nähten platzt und unsere Fans wieder hinter uns stehen“, resümierte ein zufriedener Coach Raphael Wilder.

Die Punkteverteilung in Oldenburg:

Shawn Gulley 20, Courtney Belger 13, RJ Slawson 12, Niclas Sperber 10, Leon Friederici 6, Patrick Carney 6, Lennart Weichsel 5, Coheen Kalondji 3, Timo Volk 2, Jonas Peters 1

„Die Mannschaft hat heute einmal mehr ein großes Kämpferherz und Charakter bewiesen und so ein fast schon verloren geglaubtes Spiel durch eine Energieleistung zum Spielende gewonnen. Ich bin wirklich stolz auf diese kämpferische Leistung. Am kommenden Samstag empfangen wir als Spitzenreiter die zweitplatzierte LOK Bernau und ich hoffe, dass wir eine ähnliche volle Halle wie zuletzt gegen Bochum erleben dürfen um unsere Serie weiterauszubauen“, ist auch Vorstand Marketing und Leiter Profisport Tobias Steinert froh über den Auswärtssieg in Oldenburg und freut sich auf das kommende Heimspiel gegen Bernau.

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Die Statistiken zum Spiel

Nächste Termine / Kalender

Sa., 21.10. 19.30 Uhr FC Schalke 04 - ETB Wohnbau Baskets Essen
Sa., 28.10. 18.00 Uhr MTV Herzöge Wolfenbüttel - FC Schalke 04
Di., 31.10. 19.30 Uhr FC Schalke 04 vs. SC Rist Wedel
So., 05.11. 16.00 Uhr Rostock Seawolves - FC Schalke 04
Sa., 11.11. 19.30 Uhr FC Schalke 04 - RSV Eintracht

Die Tabelle der ProB-Nord:

#TeamGSNPKT
1 FC Schalke 04 Basketball 3 3 0 6
2 LOK Bernau 3 3 0 6
3 SC Rist Wedel 3 2 1 4
4 ETB Wohnbau Baskets Essen 3 2 1 4
5 Artland Dragons 2 1 1 2
6 ROSTOCK SEAWOLVES 2 1 1 2
7 VfL SparkassenStars Bochum 3 1 2 2
8 Itzehoe Eagles 3 1 2 2
9 RSV Eintracht 3 1 2 2
10 MTV Herzöge Wolfenbüttel 3 1 2 2
11 Cuxhaven Baskets 3 1 2 2
12 Baskets Akademie Weser-Ems/OTB 3 0 3 0