Unsere Vereinsgeschichte

Die Basketballabteilung des FC Schalke 04  ist ursprünglich aus verschiedenen Vereinen in Gelsenkirchen entstanden. Aus dem ASC Gelsenkirchen und der BG Eurovia Buer wurde durch eine Fusion zur Saison 1972/73, die SG Eurovia Buer gegründet. Beide Vereine waren bereits zuvor in der 1. Basketball-Bundesliga aktiv. Der ASC Gelsenkirchen spielte von 1966 bis 1968 im deutschen Basketballoberhaus, während die BG Eurovia Buer in der Saison 1970/71 in der höchsten deutschen Basketballliga gastierte. Diese neugegründete SG Eurovia Buer schloss sich im Jahre 1974 dem FC Schalke 04 an und ging seither unter der königsblauen Flagge auf Korbjagd.

Aufstieg bis in die 1. Basketball Bundesliga

Die Schalker Basketballhistorie begann sehr erfolgreich. Durch die Meisterschaft in der 1. Regionalliga in der Saison 1974/75 sicherten sich die Königsblauen den Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga. Gleichzeitig holten sie mit dem WBV-Pokalsieg 1975 den ersten Titel für die neuformierte Basketballabteilung nach Gelsenkirchen.

Gleich in ihrem ersten Jahr in der 2. Basketball-Bundesliga fuhren die Schalker Basketballer promt die Meisterschaft in, scheiterten aber in der Relegationsrunde zum Aufstieg denkbar knapp am ASV Köln und dem SSC Göttingen. Im Jahr 1982 gelang den Knappen dann letztlich der erste und bislang einzige vollzogene Aufstieg in die 1. Basketball-Bundesliga, nachdem sie die Saison auf dem dritten Tabellenplatz beendet hatten, aber in der Aufstiegsrunde triumphierten.

Dieses Gastspiel im Oberhaus des deutschen Basketballs dauerte für die Königsblauen allerdings nur ein Jahr an, da die Konkurrenz zu stark war und so mussten die Schalker die zur Saison 1983/84 den Weg zurück in die 2. Basketball-Bundesliga antreten. Daraufhin bündelten sie ihre Kräfte in der anschließenden Zweitliga-Saison noch einmal neu und fuhren prompt die Meisterschaft im Jahre 1984 in der 2. Basketball-Bundesliga ein. In der anschließenden Aufstiegsrunde mussten sich die Schalker allerdings der Düsseldorfer BG geschlagen geben, sodass sie sich nicht für die 1. Basketball-Bundesliga qualifizierten.

Im Jahre 1986 stiegen die Schalker Basketballer gemeinsam mit der Düsseldorfer BG und dem BC Johanneum Hamburg aus der 2. Basketball-Bundesliga ab und traten den schweren Gang in die 1. Regionalliga an. Zwei Jahre später, zur Saison 1987/88 schafften die Knappen allerdings die Rückkehr in das Unterhaus des deutschen Basketballs und landeten in der Aufstiegssaison auf dem dritten Tabellenrang. Dort blieben die Blau-Weißen auch bis zur Saison 1990/91 aktiv, ehe sie erneut den Abstieg in die 1. Regionalliga auf sich nehmen mussten.

Ein Auf- und Ab in den Ligen

Zur Saison 1995/96 schaffte der S04 durch die Meisterschaft in der 1. Regionalliga die Rückkehr in die Zweitklassigkeit und konnte sich gleich auf dem zehnten Tabellenrang festsetzen. Nur ein Jahr später war aber auch dieses Gastspiel in der 2. Liga beendet und es folgte der Abstieg in die 1. Regionalliga West und der anschließende Abstieg in die 2. Regionalliga im Jahre 1998, was den Tiefpunkt der Schalker Basketballgeschichte bedeutete. Diesen Niederschlag nahmen die Schalker nun zum Anlass, eine sportliche Neuausrichtung durchzuführen und eine neue schlagkräftige junge Mannschaft aus den eigenen Reihen aufzubauen.

Jason Edwin in der ProA. Foto: Thomas Goetza

Mit dem Aufstieg in die 1. Regionalliga im Jahr 2000 trug der Wiederaufbau einer starken Mannschaft erstmals Früchte und die Leistungen des neuformierten Kaders wurden mit dem Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga zur Saison 2004/2005 gekrönt. Dort qualifizierten sich die Königsblauen nach einer herausragenden Saison im Jahr 2006/07, nach welcher sie einen hervorragenden sechsten Tabellenrang belegten, für die neugegründete 2. Basketball-Bundesliga ProA.

Die immer höher werdenden Rahmenbedingungen in der ProA zwangen den FC Schalke 04 dann im Jahr 2008, den Weg zurück in die Regionalliga anzutreten, um dort einen Neuaufbau der Mannschaft und des Umfeldes zu wagen.

Der Höhepunkt der Schalker Neuzeitgeschichte war ohne Frage der Gewinn des WBV-Pokals in der Saison 2010/11. In zwei packenden Finalspielen wurden die Citybaskets Recklinghausen im zweiten Jahr nacheinander auf den zweiten Platz verwiesen und die Schalker konnten den WBV-Pokal erstmals seit dem Jahre 1975 wieder nach Gelsenkirchen holen.

Zum 1. Juli 2014 vollzog die Basketballabteilung des FC Schalke 04 die Fusion mit der Basketballabteilung des SC Hassel, damit Kräfte im Basketballbereich in Gelsenkirchen gebündelt werden konnten und es künftig im Norden Gelsenkirchens nur einen großen Verein für die Nachwuchsförderung geben sollte.

Foto: Alexander Mihm

Die Rückkehr in den Profisport

In der Saison 2014/15, der ersten Spielzeit unter Neu-Trainer Raphael Wilder, konnten die Schalker Basketballer den dritten Erfolg im WBV-Pokal in der Vereinshistorie feiern. In den beiden Finalspielen setzten sich die Königsblauen souverän gegen die Sechtem Toros durch und konnten in der ausverkauften Halle an der Mühlbachstraße die Trophäe des Westdeutschen Basketball Verbandes entgegennehmen.

Am 5. Februar 2016 gab der Vorstand der Schalker Basketballer die Gründung der FC Schalke 04 Basketball Academy bekannt. Unter diesem Namen werden die Jugendmannschaften der Königsblauen fortan aktiv sein und das dahinterstehende Konzept zielt auf eine zielgerichtete Ausbildung junger Talente für die Nachwuchssicherung der Profimannschaft der Schalker ab.

Foto: Alexander Mihm

In der Saison 2015/16 folgte die souveräne Meisterschaft der Knappen drei Spieltage vor Saisonende in der 1. Regionalliga West, wodurch sich der Verein den Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB sicherte und so nach achtjähriger Abstinenz in den deutschen Profibasketball zurückkehrte.

Die Erfolge der Basketballabteilung des FC Schalke 04

Meisterschaft 2. Basketball-Bundesliga: 1977, 1982, 1984

Meisterschaft 1. Regionalliga: 1975, 1987, 1995, 2016

WBV-Pokal-Sieger: 1975, 2011, 2015